Horst Fahlbusch

Horst Fahlbusch wird am 26.07.1926 in Hannover als zweiter von drei Söhnen geboren. Als er drei Jahre alt ist, ziehen seine Eltern nach Köln-Ehrenfeld. Sein Vater Arthur Fahlbusch bekommt eine Anstellung im Hotel Excelsior, nicht zuletzt wegen seiner eigenständig erlernten Fremdsprachenkenntnisse. Die Wirtschaftkrise bekommen die Fahlbuschs kaum zu spüren. In den 30er Jahren zieht die Familie nach Mauenheim, wo Horst Fahlbusch dann auch zur Volksschule geht. Anschließend besucht er das Gymnasium in der Blücherstraße in Nippes. 
 
In Mauenheim wird Horst Falbusch schon mit 8 Jahren Mitglied des Jungvolkes. Seit dem 14. Lebensjahr ist er dann HJ-Mitglied, wo er sich als Jungenschaftsführer und Fähnleinführer engagiert. 
Der Bombenkrieg in Köln schürt bei Horst Fahlbusch den Hass auf den Feind. Beim 1000-Bomberangriff trifft eine Brandbombe die Wohnung seiner Familie.  
Gut ein halbes Jahr später, im Februar 1943, geht Horst Fahlbusch als Lagermannschaftsführer in die Kinderlandverschickung. Im Schwarzwald verlebt er „ruhigere“ Monate und ist herausgefordert von den Aufgaben, die er in seiner Funktion als Lagermannschaftsführer meistern muss.  
 
Wieder zurück in Köln, holt Horst Fahlbusch zunächst einmal den versäumten Schulstoff nach und schlägt sich so die Nächte um die Ohren. In der HJ bleibt er weiterhin sehr aktiv. Er wird zunächst im Unterbann für Büroarbeiten eingesetzt.  
Mitte 1944 erhält Horst Fahlbusch sein Notabitur und wird anschließend als Offiziersanwärter zur Wehrmacht eingezogen. Nach seiner Grundausbildung wird er nach einem kurzzeitigen Aufenthalt in Prag an den Westwall versetzt. Von dort aus besucht er als Offiziersanwärter die Offiziersschule in Hanau am Main. Hier erlebt er schon im März das Kriegsende und gerät kampflos zunächst in amerikanische und dann in französische Krieggefangenschaft.  
 
Bis zum Ende des Jahres 1945 bleibt Fahlbusch in Krieggefangenschaft. Anschließend ist er bis 1949 als Land- bzw. Zivilarbeiter in Frankreich in der Landwirtschaft tätig.  
Zurück in Köln, bekommt er eine Anstellung in einer Riehler Maurer-Firma. In der Branche macht Horst Fahlbusch später auch seinen Meister und studiert außerdem in einen Fernlehrgang Bauingenieurswesen in der Schweiz.
 
Zum Interview »