Adolf Grünbaum

Adolf Grünbaum wird am 15. Mai 1923 in Köln geboren. Er wächst mit zwei jüngeren Geschwistern in einer jüdischen Familie auf. Seine Eltern betreiben ein Textilwaren-Geschäft. Aufgrund seiner SPD-Mitgliedschaft wird der Vater nach 1933 von der Gestapo vorgeladen. Die Familie leidet unter der antisemitischen Verfolgung in Deutschland. Bereits nach der NS-Machtübernahme diskutieren sie eine mögliche Auswanderung. 
 
Adolf besucht das jüdische Gymnasium Jawne. Eine intensive Auseinandersetzung mit Glaubensfragen führt ihn früh zu der Abkehr von jeglicher Religion. Die atheistische Einstellung sorgt für Konflikte mit den Lehrern der Jawne. 
 
1938 wandert die Familie nach Amerika aus. Der Erleichterung über die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland folgt der schwierige Neuanfang in den USA. Während des Zweiten Weltkrieges tritt Adolf Grünbaum der amerikanischen Armee bei. Als einer der so genanten „Ritchie-Boys“ kehrt er 1945 nach Deutschland zurück. Im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes verhört er hochrangige deutsche Kriegsgefangene. 
 
Nach seinem Militärdienst kehrt Adolf Grünbaum in die USA zurück. Er schlägt nach dem Studium eine wissenschaftliche Karriere ein und erhält eine Professur im Bereich Wissenschaftstheorie. 
 
Adolf Grünbaum lebt heute (2008) in Pittsburgh/ USA.
 
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