Das sog. „Braune Haus“, Gaugeschäftszentrale der NSDAP, Mozartstraße 28

  

"Braunes Haus" in der Mozartstraße

Im "Braunen Haus" der NSDAP in der Mozartstraße fanden ab 1933 brutale Misshandlungen durch SA und SS statt.

Als "Braunes Haus" bezeichnete man das Parteihaus der NSDAP in größeren Städten. Eine besondere Bedeutung hatte das "Braune Haus" in München, das die Zentralstelle der Partei war. In Köln war das NSDAP-Parteihaus in der Mozartstraße 28.

Vom Oktober 1932 bis zum November 1934 saß in der Mozartstraße die Gauleitung der NSDAP. Anschließend zog sie in die alte Universität in der Claudiusstraße um. Nachdem die NSDAP Anfang 1933 an die Macht gekommen war, war der Keller des "Braunen Hauses" Ort grausamer Folterungen durch die SA und SS. Politische Gegner wurden dorthin verschleppt und brutal misshandelt.

Unter ihnen waren die sozialdemokratischen Politiker Wilhelm Sollmann und Hugo Efferoth. Sollmann, der aus Deutschland fliehen konnte, schilderte die Misshandlungen der Gefangenen in der Mozartstraße.

Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, S. 127.
Roeseling: Das braune Köln, S. 64.