Die Synagoge in der Roonstraße nach dem Krieg

  

Aufbau der jüdischen Gemeinde Kölns nach 1945

Die von den Nationalsozialisten zerstörte jüdische Gemeinde Kölns wurde nach 1945 wieder aufgebaut.

Etwa 11.000 der 18.000 Kölner Juden wurden während des Dritten Reichs von den Nationalsozialisten ermordet. In Köln selber lebten im März 1945 außer vierzig oder fünfzig Menschen, die in Verstecken überlebt hatten, keine Juden mehr. Am 29. April 1945 hielt ein amerikanischer Feldrabbiner den ersten Gottesdienst nach Kriegsende ab; 80 Männer und Frauen gründeten daraufhin die Kölner Synagogen-Gemeinde wieder. In der Ottostraße in Ehrenfeld wurde das erste Gemeindezentrum mit einer Synagoge aufgebaut.

In den folgenden Jahren wuchs die Kölner Gemeinde: Kölner Juden, die den Holocaust überlebt hatte, kehrten zurück, aber es kamen auch Juden nach Köln, die vor dem wachsenden Antisemitismus in Osteuropa geflüchtet waren. 1957 begann der Wiederaufbau der zerstörten Synagoge in der Roonstraße, die 1957 eingeweiht wurde. Zu dieser Zeit besaß die jüdische Gemeinde wieder 1.200 Mitglieder.

Aufgrund des Zuzugs von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ist die Synagogen-Gemeinde Kölns heute auf fast 5.000 Mitglieder angewachsen und ist eine der größten Gemeinden in Deutschland.

Gutman, Israel u.a. (Hg.): Enzyklopädie des Holocaust. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden, München/Zürich 1998, S. 778-780.
http://www.sgk.de/historie.htm
http://www.sgk.de/home.htm