Gedenktafel am Bahnhof Deutz-Tief, errichtet im März 1990

  

Bahnhof Deutz-Tief

Der Kölner Bahnhof Deutz-Tief war während des Dritten Reichs Ausgangspunkt der Deportationen von Juden, Roma und Sinti und politischen Gefangenen.

Der Bahnhof Deutz-Tief ist an der Rückseite des Deutzer Bahnhofs in Köln gelegen. Während des Dritten Reichs gingen von diesem Bahnhof die Deportationen von Juden, Sinti und Roma und politischen Gefangenen in die Konzentrationslager und Vernichtungslager ab. 1940 und 1941 wurden von Deutz-Tief aus mehr als 1500 Sinti und Roma deportiert. Ab 1941 verließen die Transporte von tausenden Kölner Juden den Bahnhof. Man geht davon aus, dass etwa 11.000 Juden aus Köln und dem Umland in die nationalsozialistischen Lager abtransportiert wurden. Auch Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene durchliefen den Bahnhof.

Der Bahnhof wurde von den Nationalsozialisten auch für die „Kinderlandverschickung“ und die Fahrten zum Nürnberger Parteitag genutzt.

Heute befindet sich an der Rückseite des Bahnhofs eine Gedenktafel für die von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen . Vor der Tafel erinnert eine Bodenplatte an die deportierten Roma und Sinti.

Roeseling, Severin: Das braune Köln, S. 118 ff.