Auflösung der Konfessionsschulen

Ab 1936 begannen die Nationalsozialisten, die Konfessionsschulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln, um Kirche und Religion aus den öffentlichen Schulen zu verdrängen.

Vor 1933 waren in Deutschland fast alle Volksschulen so genannte Konfessions- oder Bekenntnisschulen, also Schulen, die von Kindern eines Bekenntnisses besucht wurden. In allen öffentlichen Schulen, außer in den bekenntnisfreien Schulen, war Religion ordentliches Lehrfach. Die Nationalsozialisten wollten den Einfluss der Kirchen eindämmen, unter anderem mit dem Abbau der Konfessionsschulen, der 1936 begann: Nach und nach wurden alle Konfessionsschulen durch Gemeinschaftsschulen ersetzt und den katholischen Privatschulen die finanziellen Subventionen gestrichen. Die nicht mehr konfessionell gebundene Gemeinschaftsschule wurde bis 1941 für alle Volksschulen eingeführt.

Hürthen, Heinz: Deutsche Katholiken, 1918-1945
Bedürftig/Zentner: Das große Lexikon des Dritten Reiches, S. 522 f.
Apel/Klöcker (Hg.): Die Volksschule im NS-Staat, S. XVI