Bombardierung Englands

Im Sommer 1940 begann die deutsche Luftwaffe mit der systematischen Bombardierung Englands.

In der Anfangsphase des Zweiten Weltkriegs, zwischen August 1940 und März 1941, versuchte die deutsche Luftwaffe, mit der Bombardierung Englands die Invasion der Insel vorzubereiten. Darüber hinaus sollte Großbritannien zu einem Friedensabkommen mit Deutschland gezwungen werden. Voraussetzung für eine deutsche Invasion war die Zerstörung der englischen Luftwaffe, der Royal Air Force (RAF). Als dies misslang, begann Deutschland englische Städte und Industriezentren zu bombardieren.

Hauptziel war London, aber auch Industriestädte wie Coventry, dessen Innenstadt im November 1940 zerstört wurde. Der Tod von Zivilisten und die Bombardierung von Wohngebieten war bewusst mit eingeplant. Insgesamt starben durch die deutschen Luftangriffe auf England etwa 60.000 Menschen.

Ab Frühjahr 1941 konzentrierte sich die deutsche Luftwaffe auf den Ostfeldzug, flog aber bis Kriegsende noch weitere Angriffe gegen England.

Benz, Wolfgang/Graml, Hermann/Weiß, Hermann (Hg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus, München 2001, S.574-575.
Bedürftig, Friedemann: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg, S. 305.